Adonia Musical vom 27.10.2022

Der Schlüssel zur Freiheit heißt Vergebung

Es begann im Jahr 2014, als die Freie Christengemeinde St. Ingbert den Adonia Projektchor zum allerersten Mal nach St. Ingbert einlud. Inzwischen wurde es schon zur Tradition. Bereits zum 5. Mal begeisterten 70 talentierte Teenager und eine junge, peppige Live-Band das Publikum in der gut besetzten St. Ingberter Stadthalle.

Bevor es am Donnerstagabend auf die Bühne ging, hatten sich die Jugendlichen erst am Sonntag davor, zum ersten Mal getroffen. Außer der Band habe da noch niemand gewusst, was er singt, ob er eine Rolle oder ein Solo übernimmt. Adonia bedeutet: Drei Tage proben, proben, proben, sehr wenig schlafen, viel essen und eine Hammergemeinschaft. Das ist, was die Kinder in den Camps erwartet, bevor es danach vier Tage auf Tournee geht. Nach zwei Jahren Coronabedingter Pause, tut es gut wieder auf der Bühne zu stehen, und das steht den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben.

Der Schlüssel zur Freiheit ist Vergebung, lautete die Erkenntnis, die der Adonia-Chor dem Publikum singend und spielend entgegenschmetterte.

Zum Drehbuch:

Basierend auf biblische Aussagen zu Schuld und Vergebung entfaltete sich vor den Augen der Zuschauer die Geschichte von Jamal, einem Diener am Hof des indischen Maharadschas, der wegen seiner geldgierigen Frau in finanzielle Sorgen gerät. Mehrmals bekommen sie von dem großzügigen König große Geldsummen geliehen. Diese verleiten sie in Saus und Braus zu leben. Doch der Tag der Abrechnung kam, und sie standen mit leeren Händen da.

Doch wie reagierte der König auf seine Schuldner? Verblüffend, überwältigend, göttlich. Im Laufe des Musicals wurde klar, dass dieses Gleichnis sinnbildlich für Gott und die Menschen steht. Gott erlässt uns unsere Schuld und wünscht sich im Gegenzug, dass auch wir anderen Menschen vergeben. „77 mal“ sagt Jesus in einer bekannten Bibelstelle und meint damit, immer und immer wieder. Denn es gilt: „Wie Gott mir, so ich dir.“

Jugendliche wurden so zu Botschaftern der Vergebung. Man spürte viel Teamgeist und gegenseitige Unterstützung, und man konnte ahnen, dass die Akteure auch außerhalb des Auftritts zu einer echten Gemeinschaft zusammengewachsen waren.

Es war ein Abend über die Macht der Vergebung, um Kriege zu beenden.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Musicals beigetragen haben.